Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen (Teil 2)

Im ersten Teil meiner neuen Reihe habe ich mich mit den Auswirkungen des Orientalischen Tanzes auf das eigene Körper- und Schönheitsempfinden beschäftigt. Der zweite Teil befasst sich ebenfalls mit einem körperlichen Aspekt: Der eigenen Gesundheit.

Grund 2 : Tu Deinem Körper etwas Gutes!

Obwohl Orientalischer Tanz auf verschiedenen Niveaus praktiziert werden kann von sanft bis anspruchsvoll, ist und bleibt er doch eines: Sport und damit ein Weg, sich fit zu halten. Viele Frauen treiben keinen Sport (obwohl sie wissen, dass es ihnen gut tun würde), weil sie keine Sportart finden, die ihnen zusagt. Mir selbst ging es genauso: Ich habe Sport gehasst. Ballspiele gingen gar nicht. Laufen finde ich heute noch doof. Und schwimmen ist zwar toll, aber immer so aufwändig. In Fitness-Studios kam ich mir immer irgendwie fehlplatziert vor. Aerobic in allen Variationen war da schon besser. Aber nichts hat mich jemals so angefixt wie … tanzen!😉

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Frauen, die regelmäßig tanzen, haben regelmäßig Bewegung. Und das ist ein verdammt guter Grund, noch heute mit dem tanzen anzufangen. Klar, auf den Kalorienverbrauch darf man da nicht gucken. Eine Trainingsstunde verbrennt gerade mal so viel Kalorien wie eine halbe Tafel Schokolade. Aber hey: JEDE Bewegung ist besser als keine Bewegung und „abnehmen“ ist nicht das oberste Ziel. Mal abgesehen davon: Die Stunde, die man mit tanzen verbringt, verbringt man auf jeden Fall mal nicht auf der Couch mit besagter Schokolade😉
Neben dem allgemeinen „ich-beweg-mich-mal-Faktor“ hat der Orientalische Tanz auch ganz konkrete Auswirkungen auf die physische Gesundheit und Euren Körper:

Durch die binnenkörperlichen Tanzbewegungen werden überall im Körper Muskeln aufgebaut und gestärkt. Das merken vor allem Anfängerinnen, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen Muskelkater bekommen – v.a. dort, wo sie gar keine Muskeln vermutet hätten! Meine Bauchmuskeln habe ich nur durchs tanzen, langweilige Sit-Ups kommen mir nicht mehr ins Haus. Auch die Muskulatur in den Armen, im Brustbereich, in den Beinen … werden trainiert – und das allen sozusagen nebenbei, den eigentlich ist man ja am tanzen und nicht am trainieren. Gleichzeitig werden die Muskel aber auch gelockert und schön geschmeidig, was Verspannungen entgegenwirkt und sich einfach gut anfühlt.

Genauso „nebenher“ und heimlich verbessert sich durch den Orientalischen Tanz die Haltung. Erinnert Ihr Euch auch noch an elterliche – oder schlimmer noch: ärztliche – Ermahnungen, gerade zu sitzen? Und habt Ihr nicht auch schon krampfhaft versucht, einen Tag lang aufrecht und „richtig“ an Eurem Schreibtisch zu sitzen? Vergesst es – geht tanzen. Beim Tanzen eignen wir uns eine wunderbare Haltung an, die sich still und heimlich in unseren Alltag einschleicht. Ganz ohne Druck.

Die beiden genannten Faktoren lassen schon ahnen, dass Bauchtanz insbesondere wunderbare Auswirkungen auf den Rücken haben kann: Durch die Verbesserung der Haltung und die Kräftigung der Muskulatur verbessern sich z.B. die typischen Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich, die viele von uns plagen. Die Wirbelsäule wird beweglicher, Fehlhaltungen können ausgeglichen werden. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf die bewegende Geschichte der IS hinweisen, die mit dem tanzen erfolgreich einer Bandscheiben-OP entgangen ist.

Noch mehr Argumente nötig?

Der orientalische Tanz fördert auch die Beweglichkeit des ganzen Körpers. Welche positiven Auswirkungen das hat, könnt Ihr Euch selbst ausdenken😉

Die Physiotherapeutin Simone Paulyn hat in ihrer Praxis die positiven Auswirkungen des Tanzes bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Harninkontinenz, Mukoviszidose, Osteoporose oder Gleichgewichtsproblemen untersucht und bestätigt. Die Ergebnisse kann man in ihrem Buch „Tanz in der Physiotherapie.Den Orientalischen Tanz therapeutisch nutzen.“ nachlesen.

Also, Ihr Frauen da draußen: Wenn Ihr Eurem Körper etwas gutes tun und beweglicher, fitter und kräftiger werden wollt: Sucht Euch eine gute Lehrerin und FANGT AN ZU TANZEN!

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

(Das Foto stammt übrigens von Anke Udelhoven, der ich als Massage-Model für ihre Praxis zur Verfügung stehen durfte. Dabei kam ich auch in den Genuß einer solchen und kann sie Euch nur wämstens empfehlen. Wenn wir schon beim Thema sind, unserem Körper etwas gutes zu tun *lächel*)

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„Das Tanzen macht Spaß und ich habe viel weniger Probleme mit meinem Rücken als früher. Außerdem entdeckt man mit der Zeit Muskeln an sich, von denen man anfangs dachte, man hätte sie gar nicht.“ (Elisa N., Studentin)

„Man bekommt im täglichen Leben eine bessere Körperhaltung und während dem Tanzen ist der ganze Körper unter Spannung. Bei und nach dem tanzen geht es mir körperlich und seelisch bestens.“ (Claudia B.)

„Fast alle Bewegungen kommen in der Bandscheiben-Krankengymnastik vor. Die Bewegungen stärken genau die Muskeln, die für die Stabiliserung meiner Wirbelsäule oder meines Schulter-Nackenbereichs nötig sind. Ich beobachte die Bewegungen meines Körpers wesentlich bewusster, z.B. verkürzen Computer- und Hausarbeit mit „Schildkrötenhals“ und Rundrücken Muskel und Sehnen. Die gegenläufige Übung „Arme hinter die Ohren“ oder „Schultern hinten zusammen nach unten“ erzeugen dann manchmal ein „aua“. Ich nenne das aber ein „gutes aua“. Denn es zeigt mir, dass mein Körper dort noch nicht im Gleichgewicht ist.“ (IS)

„Zuerst fällt mir da meine Hüfte ein, ich hatte seit fast sieben Jahren Probleme mit meiner Hüfte … immer unregelmäßig, machmal habe ich monatelang nichts gemerkt, manchmal konnte ich fast nicht laufen … Natürlich war ich beim Arzt, bei mehren sogar, aber die konnte mir alle nicht helfen. Ich war auch zuerst skeptisch, ob bauchtanzen das besser machen soll. Am Anfang war ich sehr vorsichtig, aber dadurch, dass wie die Bewegungsabfolgen genau gezeigt bekamen und durch die muskuläre Technik wurde meine Muskulatur so aufgebaut, dass ich keinerlei Probleme mehr habe.“ (EH)

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8 thoughts on “Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen (Teil 2)

  1. haascore sagt:

    Hallo. Ich habe das gelesen und möchte nun beginnen zu Tanzen!

    Oh.

    Moment.

  2. dancewithdreams sagt:

    Den positiven Einfluss auf Körper und Seele kann ich nur bestätigen! Nach einem Bandscheibenvorfall und einer schweren Erkrankung habe ich voriges Jahr mit dem Orientalischen Tanz begonnen. Ich habe seither nur selten Probleme mit dem Rücken, kein Vergleich zu vorher und ich kann währendessen einfach alles loslassen, was mich im Alltag sonst erdrückt! Danach fühl ich mich immer besser als vorher!😀

    Glg
    Sunny

  3. Einedor sagt:

    Klingt alles erstmal ganz gut. Aber was sind denn „binnenkörperlichen Tanzbewegungen“?
    Danke im Voraus

    • Hallo und danke für Deinen Kommentar!
      „Binnenkörperliche Bewegungen“ finden innerhalb des Körpers selbst statt. Gegenbegriff hierzu wäre „raumgreifende Bewegungen“. Beim Orientalischen Tanz sind binnenkörperliche Bewegungen typisch, das sind z.B. alle Bewegungen, die die Tänzerin mit ihrer Hüfte macht, ohne sich vom Platz zu bewegen.

  4. Einedor sagt:

    Danke für die ausführliche Erklärung🙂 Wieder was dazu gelernt.

  5. […] dann … still und heimlich … verändert sich etwas. Das fängt schon mit der Haltung an. Wenn man sich im Unterricht aufrichtet, die Schultern nach hinten nimmt und den Kopf nach oben, […]

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