Blogparade: Saarländer im Glück! Oder?

Über die liebe Simone von Haascore bin ich mal wieder auf so ein „Blogger-Ding“ gestossen. Eine sogenannte Blog-Parade, in diesem Fall veranstaltet vom Magazine Saar-Scene. Bei einer solchen Blog-Parade setzt ein Blogger ein Thema fest und fordert andere Blogger dazu auf, über dasselbe Topic zu schreiben.

Eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.

Das Thema lautet dabei Saarländer im Glück und bezieht sich …

… auf eine Studie, derzufolge das Saarland auf dem „Glücksatlas“ der Deutschen Post (was auch immer das sein soll) auf Platz 1 der Kategorie „wohnen“ liegen. Dabei sollendie folgenden vier Fragen beantwortet werden:

(1)Wie glücklich und zufrieden fühlst du dich im Allgemeinen in der Region?

Ich bin im Saarland geboren und aufgewachsen und habe nie woanders gewohnt. Von daher kann ich nichts darüber sagen, ob es anderwo vielleicht schöner ist – aber ich liebe das Saarland und ich würde nie weg wollen. Ich wohne mittlerweile in Saarbrücken und das ist mir eigentlich auch schon „Großstadt“ genug. Nach Berlin oder anderen aufregenderen Städten hat es mich nie gezogen (nicht, um dort zu leben, für ein langes Wochenende immer gern!) Ich mag die Landschaft mit ihren Wäldern und vor allem die Menschen. Klar, es gibt solche und solche, aber ich kenne hier eine Menge toller Leute. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich an der Gegend selbst liegt oder eher daran, dass ich gern „bei meinen Wurzeln“ bleibe. Ich mag das vertraute Gefühl hier. Vom Leben in der Fremde habe ich nie geträumt. Eine liebe Freundin, Anke von der Antistresspraxis Udelhoven, hat mal gesagt, das Saarland würde sie an das tolkiensche Auenland erinnern. Und da hat sie nicht ganz unrecht … Die Saarländer sind schon ein bißchen wie die Hobbits: Eher gemütlich, ohne Sinn für große Abenteuer und weite Reisen, dafür mit einer großen Liebe zum guten Essen. Und es gibt nur wenige Familien …😉

(2) Wie empfindest du hier die Arbeitssituation/Studiermöglichkeiten/Chancen zur Selbständigkeit/etc.?

Da kommen wir zu einem großen Nachteil der Region: Das Saarland ist und bleibt provinziell. Neue Ideen müssen gefühlte 1000x erklärt und kommuniziert werden, bis sie angenommen werden. Unsere letzte Show ist dafür ein gutes Beispiel: Viele Besucher kamen hinterher zu mir und verrieten, sie wären ja nur gekommen, weil ihre Freundin/Tochter/Schwester … da aufgetreten sei und dass sie „so etwas tolles“ gar nicht erwartet hätten. Das ist einerseits natürlich toll, andererseits frage ich mich, wieviele Leute da draußen die Show auch toll gefunden hätten – wenn sie sich denn mal getraut hätten, zu kommen!

Bei vielen Trends hängt der Saarländer hoffnungslos hinterher. In meinen Poledance-Kursen z.B. sagen mir die Frauen immer wieder, dass sie seit Jahren (!) nach einem Kurs oder Workshop im Saarland suchen. Das ist natürlich einerseits schön für mich, andererseits hat man es hier im Saarland schon sehr schwer, eine Selbständigkeit aufzubauen, wenn man etwas Neues anbieten will. Man sagt ja so schön: Was der Saarländer nicht kennt, ißt er nicht. Das stimmt leider nicht nur beim Essen.

(3) Welchem deiner Hobbies kann man toll nachgehen, welches weniger?

Meine größte Leidenschaft ist ja das tanzen und in meinem eigenen Studio kann ich dem natürlich sehr gut nachgehen🙂 Manchmal wünsche ich mir, es gäbe mehr Angebote in dieser Richtung (Tribal Fusion, Poledance, Burlesque …), wie Simone auch schreibt, würde ich gern mal an einem Workshop teilnehmen, ohne gleich Hunderte von Kilometern zurückzulegen.

Was ich sonst noch gern mache, ist lesen – auch hier veranstalte ich zusammen mit meinen Kollegen von WerkZeugs selbst Events, z.B. Lesungen in unserer Buchhandlung Drachenwinkel in Dillingen-Diefflen, oder fahre auf Veranstaltungen wie die RPC oder die Ring*Con. Hier ist mein Bedarf also gedeckt.

Früher (momentan fehlt mir ein bißchen die Zeit …) war ich auch passionierte Liverollenspielerin. Auch hier gibt es im Saarland einige gute Orgas und seit einigen Jahren auch ein tolles Gelände, das Utopion in Bexbach. Aber Ihr ahnt es schon: Natürlich habe ich auch selbst mit meinem Verein Madara e.V. LARPs veranstaltet😉

Man sieht schon: Spaß ist, was Ihr draus macht. Als Saarländer muss man viel selbst auf die Beine stellen, anstatt nur zu konsumieren.

Aber eine Sache fehlt mir wirklich: tanzen gehen wäre mal wieder toll. Hier ist das Angebot an alternativen Stilrichtungen eher mau. Eine regelmäßige Gothic-Party in der Saarbrücker Innenstadt (also mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen) wäre traumhaft. Aber vermutlich ist die Zielgruppe dafür im Saarland zu gering😦

(4) Falls du wegziehen solltest: Was würdest du am meisten vermissen?

Wegziehen? Ich? Niemals😉 Naja, man soll ja nie „nie“ sagen. Aber da müsste schon etwas außerordentliches passieren, dass ich von hier weggehe. Vermissen würde ich am meisten all die lieben Menschen, die ich hier zurücklassen würde, außerdem mein Studio … und die Marc-de-Champagne-Torte vom Café Lolo 😉

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

Bildnachweis:
Bundesland Saarland in Deutschland. (c) Wiki-vr via WikiCommons

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