Rock! Your! Belly!

Heute möchte ich Euch endlich jemanden vorstellen, der es schon längst verdient hätte und seit Beginn des Blogs auf meiner (nein, nicht imaginären) Liste steht: Es geht um meine liebe Freundin, Schülerin und Kollegin Claudia Drumm alias Ariel (bitte englisch aussprechen! Hat nichts mit Weißmachern zu tun!). Ihr habt sie vielleicht noch als Co-Organisatorin der Time-Machine-Show im Mai 2012 in Erinnerung, in der sie auch die Rolle der furchtlosen Entdeckerin übernahm.

Claudia ist für mich eine ganz wichtige Person, mit der ich schon viele schöne Gespräche geführt habe und mit der ich die Leidenschaft für … ich sag mal „verrückte Ideen“ teile. Heute möchte ich sie Euch aber in einer besonderen „Funktion“ vorstellen, denn Claudia ist nicht nur eine Seelenverwandte, sondern als Besitzerin von „Rock Your Belly“ auch meine Haus- und Hofschneiderin.

(Ja, damit ist es auch in aller Öffentlichkeit heraus: Ich nähe meine Kostüme nicht selbst. Meine Hochachtung vor allen Kolleginnen, die das tun – aber ich habe weder Zeit noch Lust oder Geschick dazu und bin der Meinung, dass man auch ruhig mal was delegieren kann, vorzugsweise an Leute, die es eh besser können.)

Alles begann damit, dass Claudia ein paar Trainingskostüme und einfache Hüftgürtel nähte und u.a. in meinem Studio zum Verkauf anbot. Die Sachen kamen gut an, die Fangemeinde vergrößterte sich, die Produktpalette wurde erweitert. Claudia beschloss, sich mit ihrem Gewerbe selbständig zu machen. Ungefähr zur gleichen Zeit bereitete ich mich auf meine Deutschland-Tour mit Markus Heitz und Persephone vor. Bei dieser Judassohn-Tour wurde das gleichnamige Buch des Autors vorgestellt und ich sollte einige Szenen tänzerisch umsetzen (hach, da werden Erinnerungen wach …). Und dazu brauchte ich natürlich ein Kostüm! Ich fragte Claudia, ob sie sich vorstellen könne, mir eins zu nähen, sie sagte zu – und nähte mir das schönste Kostüm, das ich je besessen habe und dass ich auch heute noch liebend gern trage.

Das schöne an der Arbeit mit Claudia ist, dass ich ihr nicht erklären muss, was ich haben möchte. In den meisten Fällen habe ich noch nicht einmal eine genaue Vorstellung davon, wie das ganze genau aussehen soll. Ich sage also nicht: Näh mir einen Tellerrock aus Baumwolle mit Godets aus Seide und dazu ein Oberteil aus Samt in lila mit violetten Spiegelchen und überkreuzten Bändern in schwarz, oder etwas in der Art. Sondern ich sage zu ihr:

„Pass auf, ich will da einen Vampir darstellen. Aber nix in schwarz. Es soll gefährlich ausssehen, aber auch schön. Irgendwie alt und vermodert, aber edel. Kennst Du die 3 Vampir-Ladies in „Dracula“. So irgendwie. Hier ist die Musik. Hör mal, da will ich was mit Dolchen tanzen und hier was trauriges-sehnsüchtiges mit Fächerschleiern. Du verstehst?“

Und dann drück ich ihr noch einen passenden BH in die Hand und lasse sie machen. Und sie macht. Ohne Rückfragen, ohne Zwischenproben. Und irgendwann kommt sie mit einem gespannten Lächeln und einer braunen Papiertüte ins Studio und hat darin ein Kostüm, das in keinster Weise dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe – und das dennoch die perfekte Erfüllung meiner Vorstellungen ist.

Im Fall der erwähnten Judassohn-Tour kam dieses wundervolle Kostüm zustande, das nicht nur wie perfekt gepasst hat, sondern durch seine gute Verarbeitung auch die gesamte Tour (und weitere Auftritte) unbeschadet überstanden hat:

Ein weiteres Meisterwerk ist mein Nixenkostüm. Vor zwei Jahren veranstaltete meine Kollegin Irene Ibrahim im Saarbrücker Schlosskeller eine Show mit dem Titel „Sonne, Strand und Meer“ und ich hatte mich für einen Nixentanz entschieden. Claudia hatte sofort Bilder vor ihrem inneren Auge und sagte etwas von lila und türkis (worauf ich innerlich etwas zusammenzuckte, ich hab’s ja nicht so mit Farben …) und dass es AUF KEINEN FALL ein typischer Nixenrock sein dürfe. Ich ließ sie einfach machen … und heraus kam ein wundervolles Kostüm mit einem bodenlangen Rock mit weiter Schleppe (damit konnte ich einen Fuß nach hinten abheben, ohne dass man meine Beine sah) und einem in stundenlanger Arbeit mit Muscheln und Perlen bestickten BH. Aber seht selbst:

Heute ist sie erste Ansprechpartnerin für alle meine Schülerinnen. Hier seht Ihr (von links nach rechts) Emy Lee in ihrem Steampunk-Puppen-Kostüm, meine Auftrittsgruppe Banat Al Asherah mit ihrem Haremsoutfit, mein Celtic-Goddess-Kostüm und Claudia herself:

Natürlich findet man sie auch auf allen größeren Szene-Events wie z.B. dem Tribaltreffen in Hannover, dem Black Forest Tribal Fest oder der Steampunk-Con in Luxemburg. Hier könnt Ihr Euch vor Ort von der Qualität der Kostüme überzeugen. Eine kleine Auswahl findet Ihr auch in meinem Studio und natürlich könnt Ihr Claudia auch in ihrem Atelier in Saarlouis-Beaumarais besuchen.

Übrigens: Nicht nur Tänzerinnen werden bei Rock Your Belly fündig: Claudia führt zum Beispiel eine große Auswahl an Steampunk-Röcken und -Oberteilen und Larp-Gewandungen. Vor kurzem hat eine Schülerin auch eine Abendgarderobe bei ihr in Auftrag gegeben.

Ihr merkt schon: Ich bin begeistert und werde auch in Zukunft meine Kostüme vertrauensvoll in Claudias Hände legen. Hier bekommt man nicht nur individuelle Stücke zu einem vernünftigen Preis, sondern kann gleichzeitig auch eine wundervolle Frau in ihrer Selbständigkeit unterstützen, statt bei gesichtslosen Großanbietern zu shoppen.

Und nun noch das wichtigste: Der Link! Wenn Ihr Euch selbst ein Bild machen wollt, schaut einfach mal auf Claudias Homepage vorbei: www.rock-your-belly.de 

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

Bildmaterial: Nixe: privat, alle anderen: http://www.fotos-der-nacht.de

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