Vampire in Trier

Letzte Woche hatte ich Euch ja von meinen Vorbereitungen für die Premierenlesung von Sandra Baumgärtners neuem Vampir-Roman „Seraphim. Mea Culpa“ erzählt. Letzten Samstag war es dann endlich soweit. Ryka kam mich gegen 14:30 Uhr abholen – nicht nur, dass sie tatsächlich pünktlich war, ich selbst war auch fertig. Und nicht gestresst! Ich hatte morgens noch ein paar letzte Handgriffe an meinem Kostüm getan und ein einige Knochen und Totenköpfe angenäht, dann alles ordentlich gepackt *g* und ausgiebig gebadet. Mal abgesehen davon, dass ich immer noch mit meiner doofen Erkältung kämpfte, war ich also echt entspannt.

Die Fahrt nach Trier verlief ohne Zwischenfälle, Staus, Unfälle oder sonstiges und wie immer habe ich die Zeit und die Gespräche mit Ryka sehr genossen. Wir erreichten die TUFA wie geplant um 16 Uhr zur Generalprobe. Nachdem uns Sandra allen bereits anwesenden vorgestellt hatte und wir uns mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht hatten, gingen wir grob den Ablauf einmal durch, hielten fest, wer wann wohin laufen sollte und erarbeiteten mit dem Techniker einen Lichtplan. Ich liebe es, mit Profis zusammenzuarbeiten! An dieser Stelle vielen Dank an die Local Crew!

Es war mein erster Besuch in der TUFA und ich muss sagen, dass die Location mir ausgesprochen gut gefallen hat. Es gab eine sehr schöne Bühne mit ordentlicher Ton- und Lichtanlage sowie mehreren Vorhängen. Schön war v.a. die Möglichkeit, auch von vorne die Bühne zu betreten bzw. zu verlassen. Hinter der Bühne befand sich eine große Garderobe mit beleuchteten Spiegeln (yeah!), Toiletten und Duschen, was natürlich ein großartiger Luxus ist. Der Zuschauerraum war im vorderen Bereich mit kleinen Bistrotischen bestuhlt, die von der Autorin und ihrem Team liebevoll dekoriert worden waren. Im hinteren Bereich gab es eine kleine Tribüne mit weiteren Sitzplätzen. Wenn Trier nicht so weit von Saarbrücken weg wäre, würde ich die TUFA glatt als Veranstaltungsort für eine meiner nächsten Haflas o.ä. in Betracht ziehen!

Nach der Probe hatten wir noch jede Menge Zeit, die wir erst im Backstage und dann im angegliederten Restaurant verbrachten. Und obwohl noch soooooo viel Zeit war, ging es dann auf einmal doch ganz schnell und eh ich mich versah, huschte ich schon über diverse Hinter- und Nebeneingänge von hinten in den Zuschauerraum. Nach einem Intro der Cellistin Maria Kulowska tanzte ich zu mystischen Trommelklängen durch die Reihen der Gäste hindurch nach vorne Richtung Bühne, um so die Anwesenden in die richtige Stimmung für das kommende Geschehen zu bringen. Ich hoffe, es ist mir gelungen!

Damit war meine Arbeit für den ersten Block auch schon getan und ich konnte gemütlich mit Ryka in der ersten Reihe dem Geschehen folgen. Die Autorin las kurze Auszüge aus ihrem neuen Roman, zuerst eine eher typische Vampir-Szene (wie ich sagen würde), in der eine junge Frau Opfer eines Blutsaugers wird, als zweites eine lustig-frivole Passage, bei der die Protagonistin Seraphim von einem Möchtegern-Macho abgeschleppt wird, den Spieß dann aber ganz schnell umdreht🙂 Dazwischen gab es immer wieder Einlagen der Cellistin, die ihr Instrument gekonnt beherrschte (würde ich mal sagen, ich bin ja nicht vom Fach) und passend zum Thema mystische bis grauenerregende (im besten Wortsinn gemeint!) Stücke spielte.

Nach der Pause ging es für Ryka und mich dann richtig los: Zunächst zeigten wir eine eigens einstudierte Performance zum Song „Voodoo“ von Godsmack (so ein tolles Stück, ich liebe es!), bei der die liebe Ryka meinte, einer Voodoo-Priesterin in die Quere kommen zu können … und das teuer bezahlte *g* Mein Voodoo-Kostüm stammt übrigens aus Afrika! Eine liebe Freundin hat es mir von ihrem Auslandsaufenthalt mitgebracht.

Danach kamen noch zwei Leseteile, die wir aber leider nicht gehört haben, da wir uns direkt nach unserem Auftritt im Backstage für unser zweites Stück umziehen mussten. Die wenigen Minuten vor unserem Auftritt waren übrigens herrlich – zum Glück hat uns niemand gesehen: Stellt Euch einfach vor, wie Ryka und ich hinter dem Vorhang stehen und zu den von Verleger Rainer Breuer vorgetragenen Rammstein-Texten tanzen …

Aber dann: tief durchatmen und rauf auf die Bühne zur dunkel-romantischen Vampir-Performance zur Musik von Blutengel. Die Abschlusspose soll dank begnadeter Lichttechnik sehr schön ausgesehen haben, ich hoffe, ich bekomme irgendwann mal ein Video zu sehen🙂

Und schon war der Abend wieder vorbei😦 Nachdem wir unseren Kram zusammengepackt und ins Auto verstaut hatten, gingen wir mit einigen lieben Freundinnen, die extra aus Saarbrücken angereist waren, nochmal ins Restaurant, wo wir Bedienung und Koch erweichen konnten, uns trotz Küchenschluss (5 Minuten zu spät!) noch was zu essen zu machen. Gegen halb zwölf ging es Richtung Heimat (vorher gingen wir natürlich alle noch geschlossen auf’s Klo, was zu einem schrecklichen mit-Hand-im-Spiegel-aufgenommenem-Gruppenbild führte *g*) und gegen eins lag ich schon im Bett. Wohlverdient, wie ich meine!🙂

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

PS: Wer neugierig auf das Buch geworden ist, kann es hier signiert erwerben. Und wer die Autorin mal live erleben möchte, ist herzlich zur Lesung am 30. November im Drachenwinkel in Dillingen/Saar eingeladen!

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