Asherahs Schneehexen

SONY DSCIrgendwie wie tun mir meine Samtschlangen manchmal ganz schön leid. Erinnert Ihr Euch an die letzten beiden großen Auftritte der Samtschlangen? Einer war im August bei gefühlten 40° im Schatten im DFG in Saarlouis, der andere bei strömendem Regen in Saarlouis. Und letztes Wochenende … Schnee. Schnee!

Wie im letzten Jahr durften wir auch in diesmal auf dem weihnachtlichen Mittelaltermarkt im Deutsch-Französichen Garten auftreten. Und natürlich wussten wir schon vorher, dass es im Dezember Winter ist. Und damit die Wahrscheinlichkeit für Kälte, Schnee, Eis und dergleichen sehr hoch. Manchmal beschleicht mich aber das Gefühl, dass nicht nur bei mir, sondern bei all meinen Mädels sich das Gehirn ausschaltet, sobald das Wort „Auftritt“ fällt. Ja, hier, wir, natürlich tanzen wir! Jaaaaa, klar, wir tanzen! Jaaaa! Eventuell jahreszeitlich bedingte „aber“ finden erst sehr viel später leisen Einzug ins Denken😉

Wie dem auch sei: Wir hatten zugesagt und wir freuten uns alle mächtig auf die beiden Auftritte, bei der wir die Premiere unseres neuen Stücks, eine sinnliche Choreo zu einem Song von Loreena McKennit zeigen wollten. Zusammen mit einem neuen Intro und einer Tribal-Stocktanz-Kombi zur Musik von Corvus Corax hatten wir basierend auf unserer Hexenperformance eine stimmige zwanzigminütige Show zusammengestellt.

Unser Fan der ersten Stunde, Martin, war so lieb, unseren Auftritt am Samstag auf Video festzuhalten, so dass ich Euch hier unser schönes Intro mit Handlichtern und Fächerschleiern zeigen kann. Der Kontrast der roten Schleier zum weißen Schnee ist so schön! Leider ist der Rest des Videos von der Qualität her nicht so zeigbar (ich weiß auch nicht, was da mit dem Kameraführer los war – vermutlich war die geballte Weiblichkeit der Samtschlangen dann doch zu viel *g*)

Unsere geplante Performance lief reibungslos, die Mädels haben ihr Bestes gegeben und bekamen ihren verdienten Applaus, während ich bei meinen Pausen am Rand vor Stolz immer größer wurde😉

Wisst Ihr eigenlich, für was uns am meisten Respekt gebührt? Nicht nur dafür, dass wir bei diesem Wetter getanzt haben, auch nicht für unser tänzerisches Können. Die große Kunst am Wochenende bestand eigentlich darin, bei all den Schichten an Kleidern nicht auszusehen wie das Michelin-Männchen!🙂 Man glaubt gar nicht, was man alles so übereinander tragen kann. In meinem Fall waren es 16 Kleidungsstücke:

  • Unterwäsche (*g*)
  • eine Outdoor-Strumpfhose
  • ein paar Socken
  • noch ein paar Sochen
  • Achtung, jetzt kommt das Highlight: ein Angora-Nierenwärmer!
  • ein knielanges Unterkleid
  • Pulswärmer
  • und darüber der ganze Kostümkram: ein Rock, ein Überrock, ein Hüfttuch, eine Bluse, ein Mieder
  • plus ein Schal, Handschuhe und ein Mantel

Krass, oder? Aber Hauptsache, Schultern und Dekolleté bleiben frei🙂

Ein Video meiner Mädels mit ihrer Choreo zu „Wytches Brew“ findet Ihr übrigens hier auf Facebook: klick 

Leider konnte ich nach dem Auftritt nicht lange bleiben, da ich direkt ins Studio musste, wo eine Brautparty gebucht war. So blieb es bei einem leckeren heißen Kirschmet – zumindest mal bei mir, was die Mädels noch so getrieben haben, weiß ich nicht *g*

*schnipp und Zeitwechsel* Der nächste Tag. Erstmal ausschlafen und gemütlich frühstücken. Dann, irgendwann, die Rolläden hochziehen und – oh Schreck: Das Wetter meint es heute nicht so gut mit uns. Und das ist noch geschönt.

Der Wetterdienst warnt davor, das Haus zu verlassen und mit dem Auto zu fahren. Ich teile meinen Mädels – die zum Teil vom anderen Ende des Saarlandes nach Saarbrücken ziehen müssen – mit, dass sie nicht kommen müssen, wenn ihnen die Fahrt zu gefährlich scheint oder sie bei der Kälte um ihre Gesundheit fürchten. Ich bekomme nahezu entrüstete Rückmeldungen:

  • Wenn ich aus der Hauseinfahrt rauskomm, sollte es gehen…
  • Ich mache mich jetzt auch gleich abreisebereit. Von daher: hell, yeah!
  • Ok, Schatz sagt, wir versuchen’s… Mit etwas Verspätung aber hoffentlich bis gleich dann…
  • Ich bin schon da.

Das sind meine Heldinnen! Tapfer fanden wir uns in nahezu voller Besetzung ein, tranken ausnahmsweise schon einen heißen Met vor dem Auftritt, um uns zu wärmen und schon ging es wieder los! Leider lief alles nicht ganz so reibungslos wie am Samstag: Es fing schon damit an, dass der Wind und der Schneeregen nicht wirklich kompatibel mit meinen Schleierfächern waren, die ein seltsames Eigenleben entwickelten, so dass ich mich irgendwann einfach nur noch in Pose warf und den Wind die Arbeit machen ließ *g* Die Mädels hatten alle Hände bzw. Füße damit zu tun, nicht auf dem überfrorenen Schnee auszurutschen, was aber wohl nur für das geübte Auge sichtbar war und ihrer Tanzfreude keinen Abbruch tat. Wie glatt es wirklich war, musste ich dann bei der gemeinsamen Abschlussnummer erkennen. Die für Stocktanz typischen Sprünge und Drehungen waren absolut unmöglich, noch nicht mal Drops gingen! Verzweifelt um Gleichgewicht bemüht, ließ ich erstmal gekonnt meinen Stock zu Boden fallen – aber wie man mir sagte, hätte ich ihn sehr charmant wieder aufgehoben😉

Nach dem  Auftritt waren wir alle fast steif gefroren, aber Veranstalter Gerdi rettete uns noch einmal mit einem heißen Met🙂 Aufgrund des Wetters hat sich die Runde aber recht schnell aufgelöst, wir wollten alle schnell nach Hause und unter einer warme Decke oder in eine heiße Badewanne.

Trotz des Wetters sind die Samtschlangen sich aber einig: Das hat gerockt! Immer wieder gerne! Jetzt gehen wir erstmal in die verdiente Winterpause, um nächstes Jahr wieder voll für Euch da zu sein. Z.B. auf dem TUS-Ball in Neunkirchen!

schneehexen

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

(c) Bildnachweis: alle Fotos von www.black-angel.eu, außer Gruppenfoto: privat. Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite!

3 thoughts on “Asherahs Schneehexen

  1. Sira sagt:

    Hey, Angora Nierenwärmer rocken😉
    Danke für den Bericht und die Videos. Im Schnee so zu tanzen, das ist mal Hingabe und professionell.

  2. Xahira sagt:

    Bewundere gerade deine Drehungen auf den vereisten Boden- HUT AB!! Sieht total toll aus und wahnsinnig schön inszeniert zu der Hammermusik! Kisses!
    ixi

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