Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen (Teil 7)

CameraZOOM-20120520105553282Heute kommen wir zum Abschluss meiner kleinen Serie und nachdem der letzte Grund („Habe Spaß!“) schon fast oberflächlich war (natürlich nur oberflächlich betrachtet), wende ich mich jetzt tatsächlich schnöden äußerlichen Dingen zu:

Teil 7: Umgib Dich mit schönen Dingen!

Dieser Beitrag könnte auch den Titel „Ergib Dich Deinem Konsumrausch“ tragen😉

Dabei fängt alles ganz harmlos an … auch bei mir …

Das schöne am Bauchtanz ist eigentlich, dass man absolut nichts braucht, um damit anzufangen. Keine Laufschuhe. Keine Hanteln. Keine Kleidung. Irgendeine bequeme Hose, ein Top, dicke Socken – und los geht’s. Traumhaft. Aber natürlich bleibt es nicht so. Und so kam auch ich zu meinem allerersten Münztuch. Ich glaube, es war schwarz-silber, aber ganz sicher bin ich mir nicht mehr. Ein halbes Jahr später bekam ich von meiner Mutter zu Weihnachten mein erstes Kostüm. Und ich erinnere mich noch genau an meinen Gedanken, dass ich ja jetzt alles hätte, was ich bräuchte.

Weit gefehlt! Mittlerweile habe ich einen ganzen Kleiderschrank voller Röcke, Gürtel, BHs, Oberteile. Dazu zahlreiche Requisiten, z.B. die traditionellen: Schleier in diversen Farben, Zimbeln, Säbel und Stock. Und die etwas ungewöhnlicheren: Dolche. Fächerschleier. Isis-Wings. Und die ganz absurden: Eine Wodka-Flasche und ein Fläschchen Schmerzmittel. Ein roter Spaten. Eine Voodoo-Puppe.

Es lässt sich nicht leugnen: Wir Tänzerinnen sind Opfer unserer Kostüm-Sucht –  natürlich unterschiedlichster Ausprägung. Wenn ich mit meinen Schülerinnen eine neue Choreo beginne, kommt es schon vor, dass als erstes gefragt wird, was wir dazu anziehen;-) Wenn eine der Frauen mit einem neuen Hüfttuch ins Training kommt, wird das von allen anderen gleich zur Kenntnis genommen und freudig kommentiert. Und wenn es um einen Auftritt geht, geben wir alles.

Frauen!, könnte man jetzt abwertend sagen. Typische Tussis, die nichts anderes im Kopf haben, als shoppen und konsumieren.

Ganz von der Hand zu weisen ist das natürlich nicht, aber ein wenig differenzierter sehe ich es schon. Zum einen: Wir lieben unsere Kostüme. Wir kaufen sie nicht und hängen sie in den Schrank, wo sie vergessen werden. Wir tragen sie und fühlen und gut darin. Sie helfen uns dabei, uns auszudrücken und nach außen zu kommunzieren, wer wir sind.

Und zum zweiten: Was ist eigentlich schlecht daran, sich mit schönen Dingen zu umgeben? „Wie innen, so außen.“ sagt man und der Gedanke gilt auch umgekehrt. Nicht umsonst legen die meisten Wellness-Institutionen unglaublichen Wert auf ein harmonisches, schönes Ambiente, in dem der Geist zur Ruhe kommen kann. Und welches „Äußere“ ist mir näher als meine eigene Haut und dass, was ich darauf trage?

Hüftschwingende Grüße

Eure Asherah

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Tolle Kostüme und dazu sexy bewegen, besser gehts nicht.“ (Marina Lang)

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Bildquelle: Basar in meinem Studio, aufgenommen von Simone

3 thoughts on “Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen (Teil 7)

  1. Ich bin gerne bereit, dich und alle, die Spaß daran haben, in ihrem Selbst-Ausdruck zu unterstützen… es ist mir eine grosse Freude! ; )

  2. Roya Sitara sagt:

    Manchmal mögen wir ja glauben, es ginge nur uns so… kaum sieht frau was glitzern, überlegt sie gleich, wie und wo man das vielleicht für ein Kostüm, für einen Tanz verwenden könnte😉 Schön, das nicht nur wir stolz auf unsere „Sammlung“ sind🙂

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