Das war … der große Mittelaltermarkt zu Illingen 2014

bannerMontagmorgen … ich bin zwar schon etwas länger wach, aber so richtig angekommen in dem, was man gemein „Realität“ nennt, bin ich noch nicht. Warum? Ganz einfach – ich habe ein spannendes, lustiges, anstrengendes und wunderschönes Marktwochenende hinter mir! Die letzten drei Tage habe ich zusammen mit meinen Mädels, den Samtschlangen, zimbelnd und hüfteschwingend auf dem Großen Mittelaltermarkt zu Illingen verbracht.  Dieser Markt wurde zum dritten Mal von Benjamin Kiehn und Dirk Boudier veranstaltet. Das Besondere an diesem Markt: Alle Einnahmen kommen dem Kinderhospizdienst Saar zugute, der sich um die Begleitung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher kümmert.

Der Markt fand zum dritten Mal statt und wie ich von allen Seiten hörte, haben die Veranstalter und ihr Team sich dieses Mal wieder selbst übertroffen – da ich leider zum ersten Mal dort war, kann ich den Vergleich zu den Vorjahren nicht ziehen, aber ich muss sagen, dass es einer der schönsten Märkte war, auf denen ich je war. Das Gelände ist einfach wunderschön, die Stände waren übersichtlich angeordnet und sowohl die angebotenen Waren als auch das Programm waren vielfältig und abwechslungsreich. Wir haben jeden Tag mehrfach getanzt, entweder als offizieller Programmpunkt oder einfach „nur so“ just for fun und nach Lust und Laune🙂 Zweimal waren wir auch mit der Spendendose unterwegs, einmal mit Unterstützung der Olafsons Furore NoDaNin, einmal mit Zimbeln bewaffnet.

Nachdem das Wetter am Freitag und Samstag nicht wirklich überzeugen konnte und die Besucherzahlen eher mäßig waren, was sich auch in den Spendengeldern niederschlug, riss der Sonntag mit strahlendem Sonnenschein (juhu, tanzen in sengender Mittagshitze! *g*) und wahren Menschenmassen wieder alles raus und am Abend konnte beim offiziellen Abschluss ein unglaubliches Ergebnis verkündet werden: Insgesamt wurden (mit einigen Nachspenden) 25.000 Euro an den Kinderhospizdienst überreicht! Die Stimmung bei der Spendenübergabe war grandios, eine Mischung aus Rührung, guter Laune und Stolz – und eine Art Gemeinschaftsgefühl, das selten erlebt werden kann, nicht zuletzt aufgrund des Marktherolds Kalibo, der es nicht müde wurde, zu betonen, dass dieses großartige Ergebnis nur durch das Zusammenspiel von Veranstaltern, Helfern, Künstlern, Händlern und Besuchern zustande kommen konnte.

Impressionen vom Markt könnt Ihr Euch am besten auf der Facebook-Seite verschaffen, u.a. findet Ihr hier die Galerie von Black Angel.

Mein Dank geht an

  • die Veranstalter Benni und Dirk für ihr Engagement und dafür, dass sie uns für ihren Markt eingeladen haben
  • das Helferteam, das immer freundlich und hilfsbereits war – allen voran das Catering: Danke für Kuchen und Apfelschorle. Und frische Trauben!
  • Kalibo für die wie immer grandiose Zusammenarbeit – danke für Anmoderation und Einbindung
  • die Jungs von Furore NoDaNin: Danke, dass Ihr für uns gespielt habt – sehr, sehr gerne wieder!
  • meine Mädels: Ihr wart großartig!❤
    (Das muss ich jetzt ein bißchen ausformulieren: Es ist wirklich nicht selbstverständlich, dass Ihr Euch ein ganzes Wochenende Zeit nehmt, jeden Tag wieder auf’s Neue aufgehübscht erscheint und beim Tanzen alles gebt. Von den Vorbereitungen wie Training und Kostümnähen ganz abgesehen. Ein Extra-Danke geht an Eure Unkompliziertheit – ein Marktwochenende ohne böse Worte und Zickenterror, dafür liebe ich meine Samtschlangen!)

Mein persönliches Markt-Highlight war die spontane Performance von Kalibo im Backstage mit der singenden Säge („when you’re smiling …“) sowie die anschließende After-Dark-Session😉
Absolut unübertroffen war jedoch die Aktion von unseren beiden Fans erster Klasse, die bei unserem Auftritt am Samstag ein großes Fan-Banner entrollten und uns im Anschluss sogar Rosen (!) überreichten. Wahnsinn, Mädels, dafür habt Ihr was gut bei uns! Und sorry Tina, ich musste das Bild klauen😉

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Zum Schluss aber noch eine kleine kritische Anmerkung: Wenn man bedenkt, dass der Markt keinen Eintritt gekostet hat (und dass bei einem wahrhaft großartigen Programm mit Tanz, Zauberei, Schaukampf, Theater, Feuershow, Falknerei und vielem mehr), fand ich die Spendenbereitschaft der Besucher zum Teil etwas mau. Als wir mit der Spendendose unterwegs waren, mussten wir uns zum Teil recht brüske Kommentare anhören, das fand ich wirklich schade. Hat man als Besucher am Eingang schon einen ordentlichen Betrag gespendet, kann man dies auch freundlich (!) mitteilen, ohne genervt zu reagieren. Und egal, ob man schon gespendet hat oder nicht: Wenn eine Gruppe Frauen die Hüften für einen schwingt (oder Gaukler jonglieren oder Musiker aufspielen …), tun einem 50 Cent extra auch nicht weh. Immerhin gehen die Künstler nicht mit ihrem eigenen Hut herum (war durchaus üblich ist, auch bei Märkten, die Eintritt kosten), sondern mit einer Spendendose. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass den Besuchern der Zusammenhang zwischen „kein Eintritt“ und „Spenden“ nicht ganz klar war – vielleicht sollte man im nächsten Jahr über eine Info-Tafel o.ä. nachdenken.

Aber so gibt es wenigstens noch Potential nach oben😉

Wenn Ihr selbst ein tolles Wochenende verbringen UND etwas gutes tun wollt, empfehle ich Euch die FaRK am 30. und 31. August im Bergwerk Reden – wir freuen uns auf Euch!

Hüftschwingende Grüße
Eure Asherah

7 thoughts on “Das war … der große Mittelaltermarkt zu Illingen 2014

  1. Thomas sagt:

    ein sehr schöner Bericht, gefällt mir sehr gut, und die Kritik ist angebracht….. bei der Zuschauermenge, die theoretisch da war, müssten eigentlich….ach, nee, nicht übertreiben…. die Leute haben gegeben, was sie konnten und das Wetter hat für so nen guten Zweck doch noch seine Sonnenseite gezeigt….was will man mehr🙂 Grüsse und macht weiter so .. .Jubb e Faller

    • genau! Zuerst dachte ich auch, Moment, 25.000 Euro bei 30.000 Besuchern, da stimmt doch was nicht. Aber natürlich sind ja auch noch Kosten zu zahlen.
      Und wie Du sagst: Konzentrieren wir uns lieber auf die Menschen, die die Aktion unterstützt haben. Sie dürfen das gute Gefühl haben, Teil von etwas großartigem zu sein.

  2. Bella sagt:

    Huhu,
    Vielen Dank für deinen schönen Artikel, kann ich alles unterschreiben. Erst recht die Kritik. Info-Tafel hatten wir schon versucht, das bringt leider auch nichts. Umso bewunderswerter finde ich, wie sich gerade die spendensammler an den Eingängen oder auch auf dem Markt für die gute Sache anpöbeln lassen und trotzdem nicht den Glauben an das gute verlieren – ich weiß, wie hart das ist! Im übrigen gibt es ja auch Händler, die ja zugunsten einer Spende keine Standgebühr zahlen müssen, dann aber einen nahezu lächerlichen Betrag spenden, obwohl sie einen wirklich guten und großen Standplatz 3 Tage kostenlos hatten…
    Aber die 25.000 Euro und Leute wie ihr beweisen, dass sich ärger und Stress immer wieder lohnen! Auch wenn mich persönlich Kalibos Säge beim zählen etwas genervt hat ;-)…
    Daher: 1000 Dank für euren tollen tollen Einsatz!

    • Hallo Bella, ja, stimmt – das kann ich mir vorstellen, dass niemand die Info-Tafeln liest. Und ja: Hut ab vor Euren Spendensammlern am Eingang, die echt ein dickes Fell haben. Und vor Euch!
      Dass mit der Säge tut mir ein bißchen leid😦

  3. […] auch ein bißchen viel gemacht, allem voran stand der Mittelaltermarkt in Illingen (Bericht hier: klick). Dass man in der 18. Woche noch super tanzen und auftreten kann, sieht man vielleicht an diesem […]

  4. […] Genau wie der Mittelaltermarkt in Illingen (den Bericht findet Ihr hier) ging der komplette Erlös der Veranstaltung an den Kinderhospizdienst Saar – insgesamt fast 22.000 […]

  5. […] Noch nicht überzeugt? Dann lest doch mal meinen Bericht über den letzten Markt: klick […]

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