Wie man eine Trainerin gleichzeitig verdammt glücklich und verdammt traurig macht

An dieser Stelle würde ich normalerweise einen Bericht über die Phantasie- und Mittelaltertage im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken schreiben, die am letzten Wochenende zum fünften Mal stattgefunden haben. Aber was ist schon normal? Natürlich haben die PMT in gewohnter Qualität stattgefunden und natürlich waren wie in jedem Jahr auch die Samtschlangenmit von der Partie. Allerdings ohne mich.

Ich habe Euch ja schon berichtet, dass ich schwangerschaftsbedingt leider momentan leider nicht tanzen darf😦 Also hatte ich mich schon darauf eingestellt, die Bühne diesmal ganz meinen Mädels zu überlassen und einen Plan erstellt, um das Lagerleben und die Auftritte auch in meiner Abwesenheit zu koordinieren. Denn dass es mir nicht möglich sein würde, jeden Tag 12 Stunden auf dem Markt zu verbringen, war von Anfang an klar. Der Gedanke war zwar gewöhnungsbedürftig, aber alles in allem freute ich mich darauf, die Tage mit meinen Mädels zu verbringen und es einfacher mal etwas ruhiger angehen zu lassen.

Doch die Realität sah etwas anders aus, denn pünktlich am Mittwoch zum geplanten Aufbau erwischte mich noch eine Erkältung. Normal keine große Sache – nur dass ich vor kurzem schon eine Sommergrippe ohne Medikamente durchstehen musste und auf eine Wiederholung dieser Erfahrung nicht scharf war. Außerdem muss ich zugeben, dass ich einfach fertig war. Da ich momentan nicht nur auf mich allein aufpassen muss, war schnell klar: Keine Mittelaltertage für mich!

Ich kann Euch versichern, dass die nächsten vier Tage kein Zuckerschlecken waren – weder für mich noch für meinen Freund, der meine Frustration ertragen musste. Es ist wirklich hart, Monate auf etwas hinzuarbeiten, sich manches Mal ins Training zu quälen, obwohl man lieber im Bett bleiben würde und all die tausend und abertausend Dinge vorzubereiten, die es für einen solchen Auftritt braucht – um dann den Erfolg nicht sehen zu dürfen.

Ihr könnt also sicher verstehen, warum ich verdammt traurig war.

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Aber wisst Ihr auch, warum ich verdammt glücklich bin?

Weil ich die besten Schülerinnen habe, die man sich vorstellen kann. Nicht nur, dass sie – wie gewohnt – alles gaben, um die Choreos zu trainieren und ihre Kostüme anzufertigen, nein, ich konnte mich auch hundertprozentig darauf verlassen, dass sie trotz meiner Abwesenheit einen wirklich guten Job auf dem Markt abliefern würden. Denn das haben sie! Von ihren grandiosen Auftritten und ihre starke Präsenz auf dem Gelände zeugen nicht nur zahlreiche tolle Fotos, sondern auch die positiven Feedbacks, die mich erreicht haben.

Mädels, Ihr seid die Besten!

Hüftschwingende Grüße
Eure Asherah

Bildnachweis: Norbert Pogrzeba, www.NPX-Photo.com

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