Die Sache mit dem Beckenboden

Während und vor allem nach ihrer Schwangerschaft werden Frauen oft zum ersten Mal mit der Beckenboden-Thematik in Berührung: Ein gesunder und starker Beckenboden ist u.a. wichtig für die Sicherung der Kontinenz, er sorgt aber auch für eine aufrechtende Haltung und damit für eine Schonung der Wirbelsäule. Durch das zusätzliche und ungewohnt verteilte Gewicht in der Schwangerschaft und v.a. durch den Geburtsvorgang kann der Beckenboden (eine zusammenfasssende Bezeichnung für mehrere im knöchernen Becken sitzende Muskeln) stark beansprucht werden – um Folgebeschwerden zu vermeiden, steht dann die Rückbildungsgymnastik an.

Bauchtänzerinnen ist der Beckenboden auch aus ihrem Tanztraining ein Begriff. Es ist schon länger bekannt, dass der Orientalische Tanz die Muskeln im Beckenbereich stärkt und fördert.

Bingo!, könnte man als schwangere Bauchtänzerin doch dann denken. Klingt doch alles perfekt.

Dass es leider nicht ganz so einfach ist, kann man am Ausspruch meines Gynäkologen sehen, der mir die Tage einen „wunderbar weichen Beckenboden“ attestiert. Und zwar „trotz Bauchtanz“.

Was für die Zeit der Schwangerschaft und danach ein Segen ist, nämlich ein fester, gut trainierter Beckenboden, kann während des Geburtsvorgangs sogar eher hinderlich sein. ENTspannung ist hier das wichtige Stichwort. Genauso wie man die Muskeln des Beckenbodens anspannen kann, kann man sie auch entspannen, lockern und lösen.

Wichtig ist, während der Schwangerschaft beide Aspekte zu berücksichtigen, also nicht nur den Beckenboden zu trainieren, sondern auch bewusst das loslassen der Anspannung zu üben. Dies geht z.B. durch verschiedene körperliche Übungen (gogglet mal „Kirschkern“ und „Unterhose“), aber auch durch Massage, Visualisierungen und Atemübungen. Einige Tipps findet Ihr z.B. hier: klick Übrigens: Beim Orgasmus pulsiert der Beckenboden, wird also abwechselnd angespannt und entspannt😉

Vielleicht hat ja eine von Euch einen guten Tipp oder Erfahrungen, die sie mit uns teilen möchte?

 

Hüftschwingende Grüße
Eure Asherah

3 thoughts on “Die Sache mit dem Beckenboden

  1. Aruna sagt:

    Nach der Geburt, also nach dem Wochenfluss, empfehle ich zusätzlich zur Rückbildungsgymnastik Smartballs oder die Zauberkugeln von Dildofee, um den Beckenboden zu trainieren.

    • ob man so etwas braucht, ist wohl von Frau zu Frau und von Geburt zu Geburt unterschiedlich, denke ich, oder?

      • Aruna sagt:

        Süße, nach 4 natürlichen Geburten kann ich Dir sagen: es lohnt sich! Die Rückbildung geht wesentlich schneller und ich fand es viel effektiver als nur Beckenbodengymnastik. Bei den ersten Dreien hatte ich noch keine Smartballs. Ging auch, aber richtig straff hab ich die Muskulatur „da unten“ nicht mehr bekommen, trotz ständiger Arbeit mit dem Beckenboden. Zeitgleich mit meiner 4. Schwangerschaft brachte Tena-Lady, Du weißt schon, die Inkontinenz-Einlagen- die Werbung raus, in der die hübsche junge Frau ihr Baby dem Mann in den Arm drückt mit den Worten, „Jetzt da ich über 30 bin…“ Eine Horrorvision für mich! Über ein Elternforum hab ich von den Smartballs gehört und gedacht, ich versuche das mal.
        5 Monate nach Gwennys Geburt konnte ich jedenfalls wieder Trampolin springen, ohne Angst haben zu müssen, nasse Füße zu bekommen.

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