Bauchtanz in der Schwangerschaft: 35. – äh, Moment mal!

Du meine Güte! Dass es wieder einmal soooooo lange dauern würde, bis ich wieder etwas schreibe, hätte ich nicht gedacht. Es tut mir ehrlich leid, aber dieses Mal habe ich wirklich den besten aller Gründe! Aber der Reihe nach! Bei meinem letzten Beitrag Ende September war ich ja in der 34. Woche meiner Schwangerschaft angekommen, kugelkugelkugelrund und trotz diverser Zipperlein ziemlich glücklich. Und dann ging alles …Schlag auf Schlag.
Ich meine, es wäre die 36. Woche gewesen, in der mein Frauenarzt mich in der Praxis mit den Worten „Mal abwarten, ob wir uns vor der Geburt noch mal sehen“ verabschiedete (für alle, die sich damit nicht so auskennen: In dieser Phase der Schwangerschaft geht man i.d.R. alle 2 Wochen zur Kontrolle.) Und als guten Rat gab er mir noch mit auf den Weg: „Wenn es jetzt kommt, lassen Sie es kommen.“ Aha.

In meinem letzten Beitrag hatte ich berichtet, dass ich wieder tanzen durfte und mir das sehr gut getan hat – leider war es kurz darauf schon wieder aus damit. Der Grund: Die kleine Tochter hatte sich schon mal auf den Weg gemacht und war tief ins Becken gerutscht (und zwar so tief, dass das Köpfchen im Ultraschall in der Klinik fast nicht mehr zu sehen war). An Tanzen war da nicht mehr zu denken. Ich konnte kaum noch laufen, watschelte wie ein Pinguin und verlor ein bißchen die Nerven, wenn ich an die nächsten Wochen dachte.

Die nächsten Wochen … jaja … An die „nächsten Wochen“ dachte auch mein Partner, als er sich knapp vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin noch einer kleinen Fuß-Operation unterzog, in dessen Folge er an Krücken laufen musste. Bei jedem kleinen Ächzer meinerseits zuckte er zusammen und bekam Panik, das Baby könnte schon kommen. Ich hab ihn jedesmal kopfschüttelnd beruhigt. Immerhin war ja noch Zeit.

Bis ich ihn am Morgen des 11. Oktobers, genau drei Wochen vor dem errechneten Termin, mit einem „Du, Schatz …“ weckte. So schnell war der arme Mann noch nie aus dem Bett, glaube ich. Mir war die Fruchtblase geplatzt. Und so ging’s nach einigen Telefonaten mit meiner Hebamme in’s etwa 40 km entfernte Geburtshaus (Merkt Ihr was? … Genau – ein vierzig Kilometer entferntes Geburtshaus UND ein Mann, der nicht autofahren kann … zum Glück war ich in dem Moment schon in meiner ganz eigenen Welt …)

Die Details meiner Geburt behalte ich lieber für mich (naja, das stimmt nicht ganz, aber ins Internet gehört das dann doch nicht). Sie verlief leider bei weitem nicht so harmonisch und schön, wie ich das für mich im Vorfeld beschlossen hatte. Bis zu einem gewissen Grad konnte ich die Wehen noch schön veratmen (ja, das sagt man so) und mit großen Hüftkreisen und liegenden Achten gut hinter mich bringen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ging dann leider gar nichts mehr. An Tanzen war nicht mal ansatzweise zu denken. Ich glaube, meine Hebamme war deswegen ziemlich enttäuscht. Ich übrigens auch, hatte ich mir doch alles so schön ausgemalt. Aber leider fuhr die Realität einen ganz anderen Film, der für mich letztlich dann doch im Krankenhaus endete.

ABER das ist alles schon ganz lange her und zwar nicht vergessen, aber nicht mehr so arg von Bedeutung. Ich habe ein wunderschönes, großartiges, zauberhaftes und v.a. GESUNDES Mädchen auf die Welt gebracht, das jetzt sei fast 6 Monaten mein Leben dominiert. Ich schwöre, Ihr würdet Euch alle direkt in sie verlieben, wenn ich ein Foto posten würde, aber ich habe mich entschieden, keine Babybilder ins Netz zu stellen, ich denke, Ihr versteht das.

Ich selbst habe körperlich (und seelisch) ein wenig Zeit gebraucht, um die Geburt zu verarbeiten, aber mittlerweile geht es (abgesehen von der für junge Mütter typischen Erschöpfung …) wieder gut und vor kurzem habe ich auch wieder angefangen, „richtig“ zu trainieren. Getanzt habe ich relativ schnell nach der Entbindung wieder – nur für mich. Mit dem neugeborenen Wunder im Tragetuch. Unser Lied: „Frau Erde“ von Faun:

Der Wind, er weht so leis und lacht,
schenkt uns eine Wiege aus Klee
mit Wolken und Liedern im See
aus silbernem Traumzeug gemacht.

Weit wie die Nacht
Weit wie Wogen
wiegt sie dich sacht.

Hüftschwingende Grüße
Eure Asherah

 

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