An meine Schülerinnen

(Meine Abschlussrede – für alle, die nicht zur Party kommen konnten)

Meine lieben Schülerinnen oder ich sage lieber „Mit-Tänzerinnen“,

es ist jetzt genau acht Jahre her, dass ich begann, das ehemalige Atelier eines Fotografen mit bunter Farbe, Wandtattoos und Spiegeln umzugestalten. Zunächst gar nicht als reines Tanzstudio gedacht, gingen wir mit nicht mehr als drei Kursen an den Start.

Über die Jahre sammelten sich immer mehr Dinge an: Orientalische Dekogegenstände. Auftrittsfotos. Postkarten. Tanzaccessoires vom Schleierfächer bis zum Vertikaltuch. Und immer mehr Tänzerinnen fanden ihren Weg zu mir, die meisten von ihnen noch gar nicht gewahr, dass sie welche waren. Gemeinsam haben wir die Hüften geschwungen und die Poles erklommen, sind zu Boden gegangen und haben uns die Lüfte erhoben. Haben getanzt, gelacht und manchmal auch geweint. Und haben das Studio zu „unserem“ Studio gemacht.

Es gibt nur eine einzige Entscheidung, die Weiterlesen

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Abschied nehmen

Der Dezember mit seinen kurzen Tagen und dem nahenden Jahreswechsel nicht nur eine Zeit der Vorfreude, sondern auch eine Zeit des Abschiednehmens. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu und es wird Zeit, die vergangenen Monate loszulassen und sich neuem zuzuwenden.
Auch für mich ist das so – und in diesem Jahr ganz besonders, denn 2016 endet für mich ein großes Herzensprojekt: Zum 31. Dezember schließe Weiterlesen

Für wen tanze ich eigentlich?

Vor einiger Zeit hatte ich im Rahmen einer Lesung mit Christian von Aster einen Auftritt in einem mittelalterlichen Restaurant. Der Autor las aus seinem Buch „Der Harem der verschleierten Geschichten“ und weiteren Werken und zwischen den einzelnen Geschichten tanzte ich zur Auflockerung und szenischen Untermalung.

Ich habe über dieses Event bereits einen Artikel veröffentlicht, den Ihr hier nachlesen könnt, wenn Ihr möchtet. Heute möchte ich aber auf etwas anderes eingehen, dass sich am Rande dieser Veranstaltung ereignete: Nach dem Ende der Lesung kam eine ältere Dame zu mir, um mir zu sagen, wie sehr Weiterlesen

Trainingstipps: Korrigiere Dich nicht selbst

In meinen Kursen erlebe ich immer wieder folgendes Szenario: Wir lernen gemeinsam eine neue Bewegung oder frischen eine alte auf. Nachdem ich die Bewegung in ihre Einzelheiten zerlegt und erklärt habe und wir eine Weile gemeinsam geübt haben, lasse ich meist die Schülerinnen noch eine Weile weiter üben und gehe von Frau zu Frau durch den Tanzsaal, um jede Schülerin individuell zu unterstützen. Dabei kommt es mindestens einmal vor, dass eine Frau, die merkt, dass ich mich ihr nähere, die Übung mit den Worten „ich weiß, das ist falsch“ abbricht. Weiterlesen

Die Sache mit dem Künstlernamen

Als ich vor vielen, vielen Jahren anfing, aufzutreten, war für mich sonnenklar: Ein „Künstler“name musste her. „Jetzt tanzt die Tanja aus Völklingen für Euch Bauchtanz“ klingt einfach nicht so prickelnd. Immerhin wollte ich doch meine Zuschauer in eine Welt wie aus 1001 Nacht entführen (damals habe ich noch gaaaaaanz klassisch getanzt). Außerdem haben doch viele Künstler ein Pseudonym. Als in anfing zu tanzen, war es eigentlich die Regel, dass man vor dem ersten Auftritt das Internet nach möglichen Namen durchsuchte und sich durch diverse Listen scrollte – wenn man nicht das Glück hatte, eine arabisch oder türkisch sprechende Freundin oder Lehrerin zu haben (was ich beides nicht hatte). Eine umfangreiche Liste dieser Art gibt es z.B. auf www.bauchtanz-info.de, dort gibt es auch unter dem Titel „Künstlername – ja oder nein“ einen kleinen Artikel, im übrigen ganz klar PRO Künstlername. Weiterlesen

Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen (Nachtrag 1)

P1030234Meine Reihe ist ja eigentlich beendet, aber ein paar Gedanken sind noch übrig, die ich ebenfalls mit Euch teilen möchte. Die heutigen Gedanken stammen allerdings gar nicht von mir, sondern von meiner lieben Schülerin und Duo-Partnerin Ryka. Ich hatte die Schülerinnen meiner regelmäßigen Kurse gebeten, mir ein paar Zeilen zu schreiben, warum sie tanzen bzw. was der Tanz für sie bedeutet und Teile davon hatte ich als Zitate unter die jeweiligen Artikel gesetzt. Den Text von Ryka wollte ich aber nicht zerstückeln, deswegen bekommt Ihr ihn hier in voller Länge:

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Warum Du tatsächlich DIESE WOCHE noch zu tanzen anfangen kannst

logo_variante3Vor kurzem habe ich meine Reihe „Sieben Gründe, heute noch mit dem tanzen anzufangen“ beendet und sieben Argumente pro Bauchtanz beleuchtet. Die Rückmeldungen dazu waren sehr positiv und ich glaube, viele Frauen, die die Serie verfolgt haben, haben mit Herz und Verstand begriffen, wie gut dieser Tanz ihnen tun würde. Wenn … ja, wenn es da nicht den vielzitierten Schweinehund gäbe. Weiterlesen