„Die deutsche Szene braucht mehr einfallsreiche Tänzerinnen.“ Arzo-Carina Renz über die Tribal Fusion Expert (TFE)

 

Schon gute Vorsätze für 2017 gefasst? Falls Du eine richtig gute Tanzausbildung besuchen willst, möchte ich Dir die Tribal Fusion Expert ans Herz legen – nicht zuletzt, weil ich dort auch unterrichten werde 😉

tfe1) Liebe Arzo, 2011 hast Du zum ersten Mal die Ausbildung „Tribal Fusion Expert“ in Deinem Studio angeboten. Wie kam es zu der Idee bzw. warum hast Du die Notwendigkeit einer solchen Ausbildung gesehen?

Ah, ich wurde inspiriert von der Tribal Fusion Education in der Schweiz, die wurde damals vom Studio TanzKult und Naheema veranstaltet. Es war die erste umfassende Ausbildung in Tribal Fusion in Europa. Ich war als Dozentin beteiligt, lernte dort auch sehr, sehr gute andere Dozenten und sehr vielversprechende Schülerinnen kennen. Vor allem habe ich gesehen, wie sehr eine solche Ausbildung die Schülerinnen vorangebracht hat. Da ist mein Idealismus angesprungen, und ich habe gesagt, sowas will ich auch in Deutschland, für die deutsche Szene.

2) In den ersten beiden Ausbildungen hattest Du namhafte internationale Dozentinnen verzichtet. 2017 kann u.a. man Unterricht bei Patricia Zarnovican, Dr. Bianca Stücker und Inga Peterman genießen. Woher kommt die Rückbesinnung auf deutsche Talente?

Ich könnte jetzt irgendwas Idealistisches einstreuen, dass ich die deutsche Szene pushen will, oder Vergleichbares. Aber die schlichte Wahrheit ist, dass es ein teures Arbeiten mit den Amerikanerinnen ist: Honorar und Flug zusammen sind eine reichlich große Summe, und man muss die Workshops, die sie geben, durch die Workshops der deutschen Dozentinnen mitfinanzieren. Das ist reichlich unfair.

Und die Ergebnisse, wiewohl spektakulär, rechtfertigen das mittlerweile nicht mehr. Man geht ein großes Risiko ein – eine amerikanische Dozentin ist uns beispielsweise einfach nicht in den Flieger gestiegen, ohne ein Wort der Erklärung, und wir mussten schnell jemand anderes organisieren. Früher hat man das Risiko damit rechtfertigen können, dass man von den Amerikanerinnen Dinge gelernt hat, die man so nirgends anders bekam. Das ist jetzt aber nicht mehr der Fall, weil die europäische Szene unheimlich angezogen hat. Eine Patricia Zarnovican oder Tjarda van Straten Weiterlesen